in Kroatien - Montenegro - Kosovo und Albanien - Bosnien





Jugendliche aus dem Chiemgau helfen armen kinderreichen Familien






Mit Schwester Irena überbrachten junge Helfer Kindern ein Hilfspaket in Montenegro




100 Pfarreien sammeln Rekordsumme von 311.000 €


- Nachhaltigkeitsprojekte und 66 Hilfstransporte lindern schwere Not in 5 Ländern des Balkans –



Chiemgau/Rupertigau. Die Balkanhilfe „Junge Leute helfen“, in welcher sich kirchliche Gruppen aus 100 Pfarreien zwischen Inn und Salzach zusammengeschlossen haben, kann für das Jahr 2015 von einem Rekorderlös von über 311.000 € berichten. Insgesamt wurden 22.000 gesammelte Hilfspakete und 1.165 Paletten Lebensmittel mit 66 Hilfstransporten in die Krisenregionen der Länder Kosovo, Albanien, Bosnien, Montenegro und Kroatien sicher überbracht.

Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch hunderte von Helfern von den katholischen Gruppen wie Landjugend, Katholischen Frauengemeinschaften und Frauenbund, Kolpingfamilien, KAB, KJG, Burschenvereinen, Pfadfindern, Jugend 2000, Landvolk sowie den Pfarrgemeinderäten aus 100 Pfarreien. Diese haben mit ihren Ortsverantwortlichen wochenlang geworben, verpackt und die Hilfsgüter in das Zentrallager in Kienberg gebracht. Dort wurden die Hilfsgüter von etwa 200 Jugendlichen auf die ersten 6 Hilfstransporte verladen und 15.000 gefüllte Bananenkisten bis zu 6 Meter hoch einlagert. Darunter waren auch 50 Jungs zwischen 11 und 17 Jahren der Gruppe „GetStrong“, die sich bei einem Einkehrwochenende in Obing zudem mit dem Jahresthema „Barmherzigkeit“ intensiver beschäftigt haben sowie zahlreiche Firmlinge aus Traunwalchen, Fridolfing Kirchanschöring, Petting und Rosenheim. Weit mehr als 5.000 Familien haben auf Konten gespendet oder die Sparschweinchen bei den Sammelpunkten großherzig gefüttert. Groß war auch erneut der caritative Einfallsreichtum: In Vogtareuth beispielsweise veranstaltete der Bauernverband einen Adventsmarkt mit den Landfrauen, Klopfersinger waren unterwegs und die Frauengemeinschaft verkaufte dort Adventskränze. Auch in Surheim-Saaldorf und Ainring gingen Jugendliche zum Kletzei-Singen für die Armen und in Aschau packten die Kinder der Grundschule sowie der Kindergärten Spatzennest und Sankt Marien liebevolle Familienpakete. Die Ministranten von Altötting sammelten bei der „Aktion Kilo“ Lebensmittel vor Supermärkten und die Pfarrei Ising gab Ihren Pfarrfesterlös. Doch nicht nur die Jugend, auch die Bewohner des Seniorenheimes in Nußdorf fertigten wieder zahlreiche Pakete und gaben eine außerordentlich hohe Summe. Zahlreiche Frauengemeinschaften spendeten den Reinerlös der Weihnachtsbazare, weitere Kindergärten und Schulen gaben Weihnachtspakete „von Kindern für Kinder“, Benefizkonzerte wurden organisiert und vieles mehr. In 2014 war bedingt durch eine Sonderkollekte in Höhe von 145.000 € für die Flutopferhilfe in Bosnien das Spendenaufkommen zwar noch höher, effektiv stieg der Erlös der Weihnachtshilfsaktion aber ohne diesen Sonderfaktor um über 10 % an.

66 Hilfstransporte – dies entspricht optisch einer Kolonne von 1,1 Kilometern – überbrachten 935 Tonnen Hilfsgüter oder geschätzte 1,2 Millionen Mahlzeiten, die insbesondere in 4 Armenküchen in Zagreb, Sarajevo, Zedine und Pristina mit etwa 1.400 Bedürftigen täglich verteilt werden. Regelmäßig erfolgt durch 7 Caritasentralen die Verteilung von Lebensmittel an bedürftige Familien. Allein im Kosovo wird in 28 Orten ehrenamtlich verteilt. In Krankenhäusern, Alten- und Waisenheimen sowie durch Behindertenverbände erreicht die Hilfe vor Ort besonders die sozial Schwachen. Hier sind die großzügigen Spenden von Firmen wie Babynahrung Hipp, Adelholzen und Dr. Oetker hervorzuheben, welche oft ganze Sattelzüge an Spendenware zur Verfügung stellen.

„Jeder der Notleidenden drückt für die Hilfe eine tiefe Dankbarkeit aus und fühlt sich in seiner Armut nicht mehr allein gelassen, denn es gibt jemanden, der an sie denkt und sich um sie sorgt“, schreibt Violeta Ferati von der Caritas in Ferizaj im Kosovo. Eine große Freude ist den Organisatoren auch, dass wichtige Nachhaltigkeitsprojekte durch konkrete Spenden zunehmend unterstützt werden: So kann das Projekt für den Kauf von Nutztieren in Bosnien unter dem Motto „Der gute Hirte“ weiter durch zahlreiche Spendenangabe fortgesetzt werden, welche verarmten Bauern wieder eine Existenz ermöglicht. Wegen der fehlenden Berufschulen sind aber auch die Bildungspatenschaften für Studentinnen und Auszubildende in kostenpflichtigen Schulen wichtig und beliebt. Im Sommer werden Jugendliche wieder bei Hausbauprojekten in Albanien mitarbeiten. Allen Helfern vor Ort, den treuen Spendern, den Pfarrämtern und besonders dem Pfarramt Obing für die Bewältigung der Formalitäten gilt ein herzlicher Dank. Wöchentlich werden nun weitere Hilfstransporte starten und Not lindern.







Schwester Bernadette bei der 14-tägigen Verteilung von Hilfsgütern in Albanien





Ein weiterer Hilfstransport von „Junge Leute helfen“ bei der Verteilung




Die Helfer:

Folgende Gruppen und Vereine engagieren sich in der gemeinsamen Hilfsaktion „Junge Leute helfen“:

Die Land- und Pfarrjugendgruppen von Ainring, Altenmarkt, Altötting, Anger, Asten, Au bei Bad Feilnbach, Babensham, Bernau, Bischofswiesen, Brannenburg/Degerndorf, Bad Feilnbach, Eiselfing, Emertsham, Engelsberg, Evenhausen, Feichten, Frasdorf, Fridolfing, Garching, Griesstätt, Halsbach, Höslwang, Isen, Kienberg, Kirchanschöring, Kirchweidach, Tyrlaching, Oberfeldkirchen, Obing, Peterskirchen, Petting, Pittenhart, Rabenden, Riedering, Rimsting, Schönbrunn, Söchtenau, Soyen Stephanskirchen, Tacherting, Tattenhausen, Tüßling, Schnaitsee, Harpfing, Schonstett und Unterneukirchen. Die Frauengemeinschaften bzw. Frauenbund aus Bergen, Grassau, St. Leonhard, Oberwössen, Otting, Prutting, Ruhpolding,




Die Spender:

Folgende Firmen haben weit mehr als 300 Tonnen Hilfsgüter aus ihrem Sortiment gespendet:

Adelholzener Alpenquelle GmbH Siegsdorf, Babynahrung Klaus Hipp Pfaffenhofen, Josef Bernbacher & Sohn, Danone Rosenheim, Wilhelm Diemer GmbH Traunstein, Milchprodukte Friesland-Campina Heilbronn, Holzwerk Weiß Julbach, Lebensmittelhersteller Dr. Oetker Bielefeld, Spedition Eberl Traunstein, und Wilhelm Gronbach GmbH Wasserburg.






Kontonummer 801843060

bei der

Raiffeisenbank Chiemgau Nord (BLZ 701 691 65)

unter dem Kennwort „Flutopfer des Balkans"


Vielen Dank :-)




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