Junge Leute helfen e. V.

„Junge Leute“ sammeln 20 000 Hilfspakete

 

 

300 Jugendliche beim Verladen der Hilfsgüter in Kienberg – Vier Sattelzüge unterwegs ins Krisengebiet auf dem Balkan Südostbayern. Über ungebrochen große Hilfsbereitschaft aus

der Bevölkerung freut sich die Balkan-Hilfsaktion „Junge Leute helfen“ im 27. Jahr ihres Bestehens.

Mehr als 20 000 Hilfspakete haben kirchliche Gruppen in 113 Pfarreien angenommen und im Zentrallager in Kienberg verladen oder eingelagert. Darunter eine große Zahl liebevoll verpackter Familienpakete mit Lebensmitteln sowie Weihnachtspakete von Kindergärten und Schulen.

 

In 113 Pfarreien wurde gesammelt Allein in Kienberg waren mehr als 300 jugendliche Helfer, darunter viele Firmlinge und Mitglieder der Landjugend, aktiv. Inzwischen sind vier Sattelzüge mit den Hilfsgütern gestartet, damit die Lieferung rechtzeitig zu den Weihnachtstagen in sieben Caritas-Stationen vor Ort verteilt werden kann – mit dem Ziel, den von Armut betroffenen Menschen das Bleiben in ihrer Heimat zu ermöglichen.

Weitere regelmäßige Hilfslieferungen sind geplant. Gebeten wird nun nochmals um Geldspenden für Lebensmittelkäufe und Transportkosten.

 

Man kann auf das Zentralkonto der Pfarrkirchenstiftung Obing, IBAN DE17701691650801843060, bei der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord Organisator Hubert Zeltsperger einzahlen.

 

„Beim Sammeltag herrschte hervorragende Stimmung unter den jungen Helfern“, berichtet der unermüdliche Obinger. „Alle sind glücklich, notleidenden Menschen im Kosovo, in Kroatien, Bos-

nien, Albanien und Montenegro eine Freude im Sinne der Menschlichkeit machen zu dürfen.“

 

Wir über uns:

Die erste Idee zur Unterstützung von Flüchtlingen in Kroatien entstand im Herbst 1992 im Freundeskreis von jungen Erwachsenen und Jugendlichen aus dem Raum Obing und Umgebung. Inzwischen hat sich diese Aktion auf 77 Pfarreien im Chiemgau und Rupertigau zwischen Inn und Salzach ausgedehnt. Getragen werden die Aktivitäten durch Gruppen wie der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), Pfarrjugend, Jugend 2000, Katholischer Frauenbund, Katholische Frauengemeinschaft, Kolpingfamilie, Katholische Arbeiterbewegung (KAB), Katholische Landvolkbewegung, Katholischer Burschenverein, Pfarr-Caritasverein, Pfadfinder (KPE), Pfarrgemeinderäten und Pfarrämtern sowie zahlreiche aktiven Christen.

Nach anfänglichen Verteilaktionen in Sisak und Zagreb konnte man durch die treue und rege Unterstützung der Bevölkerung die Hilfeleistungen ab den Kriegswirren im Jahre 1999 auf die Länder Kosovo, Albanien und Montenegro erweitern. Seither starten etwa wöchentlich Sattelzüge mit Hilfsgütern zu 6 Caritasstationen, wo an mehr als 10.000 Arme und Flüchtlinge verteilt wird. In der kroatischen Hauptstadt Zagreb wird so in einer Armenküche beispielsweise täglich an 650 - 700 Arme verteilt. Das Zentrallager der Aktion befindet sich in der „Alten Salzhalle“ in 83361 Kienberg, die von der Gemeinde Kienberg seit 1998 kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Neben ca. 24.000 Bananenkisten an Kleidung, Spielzeug, Schuhen und Lebensmitteln, die von
den 77 Pfarreien in der Adventszeit gesammelt werden, sind Geldspenden für die gestiegenen Transportkosten und den Kauf von wichtigen Grundnahrungsmitteln (wie Öl, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln) oder Hygieneartikeln sehr wichtig. Dazu sind bei 50 Banken vor Ort Spendenkonten eingerichtet. Der überwiegende Teil der Lebensmittelsendungen wird aber dank der großzügigen Unterstützung von Firmen wie Hipp Babynahrung, Adelholzener, Danone, Bergader Privatkäserei, Bernbacher, Gronbach und zahlreicher weiterer Hersteller ermöglicht.

Bisher wurden über 600 Hilfstransporte durchgeführt und der Bau von mehreren sozialen Einrichtungen als „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglicht. „Liebe wächst durch Liebe“ schreibt Papst Bendikt XVI. in seinem Rundschreiben „Deus Caritas Est“. Und so sind die Hilfspakete „wie eine Pille für die verletzten Menschen auf dem Balkan und geben ihnen viel Hoffnung,“ schreibt ein Mitarbeiter der Caritas Kotor. Neben der Versorgung von Bedürftigen dient dieses lose Netzwerk der Nächstenliebe aber insbesondere auch als Lernfeld für Jugendliche, die eine soziale Sensibilität einüben wollen und so einen positiven Lebensentwurf aus dem Glauben entwickeln können. Insbesondere die Begegnung mit den Armen, den helfenden Freunden vor Ort und die Erfahrung „Helfen macht Freude“ hat viele Jugendliche und Erwachsene seither geprägt und über 5.000 Spenderfamilien der Region zum Spenden und
Helfen veranlasst. Unterstützung ist angesichts gestiegener Lebensmittelpreise und einer sich nur langsam verbessernden wirtschaftlichen Situation auch weiterhin notwendig. Lassen auch Sie sich für diese Hilfsaktion begeistern und unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Geld- oder Sachspende!

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